Pia Rolfs

Kap-Feeling auf Amrum

Auf Amrum etwas zu finden, das noch nicht von Urlaubern entdeckt wurde, ist unmöglich. Aber in der Vorsaison war es Anfang des Monats auf der Nordseeinsel noch so leer, dass ich mir zumindest manchmal vorkam wie der allererste Tourist. Und als solcher fand ich „Strand 33“, eine Mischung aus Café, Bar und Restaurant am Rande von Norddorf. Auf der Terrasse und drinnen im Restaurant stehen Strandkörbe, die Atmosphäre ist locker. Nicht nur der Ausblick auf Sand, Meer und Sonnenuntergang ist von hier aus wunderschön, auch der Blick auf die Speisekarte. Denn an vielen Orten auf Amrum gibt es ausschließlich norddeutsch-deftige Küche, einmal fragte der Kellner nur: „Sind Sie satt geworden?“ und nicht „Hat’s geschmeckt?“ Im „Strand 33“ aber reicht das Angebot von Kartoffelsuppe mit Krabben bis zur Chili-Kokos-Bananensuppe, vom Flammkuchen bis zu Nudeln mit Trüffeln. Und dazu gibt es südafrikanischen Wein, der mich an einen wunderbaren Urlaub in Kapstadt vor zwei Jahren erinnerte. Die schönen Enden der Welt sind sich manchmal ähnlicher als gedacht.

Fundstueck_April